In diesem Beitrag geht es um einen absoluten Klassiker in der Kommunikation – Feedback. Jeder spricht darüber, jede Organisation wünscht sich eine gute Feedbackkultur. Und gleichzeitig erleben wir: Die wenigsten wissen wirklich, wie man Feedback richtig gibt.
Wenn du dir also schon mal die Frage gestellt hast: Wie gebe ich gutes Feedback, ohne dass es unangenehm wird oder verpufft? – dann bekommst du hier eine klare, einfache und sofort umsetzbare Antwort.
Denn: Feedback richtig geben ist kein Talent. Es ist eine Methode.
Was bedeutet Feedback geben überhaupt?
Bevor wir darüber sprechen, wie du Feedback richtig geben kannst, lass uns einmal klären, worum es eigentlich geht.
Feedback geben bedeutet:
Die andere Person bekommt von dir eine Information, mit der sie konkret etwas anfangen kann.
Also nicht:
- „Das war gut.“
- „Das war nicht so gut.“
Sondern:
- Was genau war gut oder nicht gut?
- Was soll die Person in Zukunft konkret anders machen?
Genau hier liegt der Unterschied zwischen:
- Lob oder Kritik
und - konstruktivem Feedback geben
Und gerade im Mitarbeitergespräch Feedback oder im Kritikgespräch führen ist das entscheidend.
Feedback richtig geben: Die 3-Bausteine-Methode
Wenn du lernen willst, wie du Feedback geben kannst, das wirklich wirkt, dann brauchst du genau eine Sache:
Eine klare Struktur.
Die bekannteste und gleichzeitig effektivste Feedback geben Methode besteht aus drei Bausteinen:
Situation – Verhalten – Wirkung (SVW)
Situation: Worum genau geht es?
Der erste Schritt, wenn du Feedback richtig geben möchtest, ist:
Benenne die konkrete Situation.
Beispiel:
- „Gestern im Meeting von 14 bis 15 Uhr …“
Warum ist das wichtig?
Weil dein Gegenüber sofort weiß:
Worauf bezieht sich dieses Feedback überhaupt?
Ohne klare Situation wird Feedback schnell diffus – und genau das passiert häufig im Alltag.
Verhalten: Was genau ist passiert?
Der zweite Schritt ist der wichtigste – und gleichzeitig der schwierigste, wenn es um konstruktives Feedback geben geht.
👉 Beschreibe das konkrete Verhalten.
Also:
- Was hat die Person gesagt?
- Was hat sie getan?
- Was hat sie vielleicht nicht getan?
Beispiel:
- „Du hast mehrfach deine Hände aneinandergerieben und sehr schnell gesprochen.“
Und genau hier machen viele einen Fehler:
Sie bewerten statt zu beschreiben.
Statt:
- „Du warst nervös.“
Das ist keine Beobachtung. Das ist eine Interpretation.
Wenn du Feedback geben als Führungskraft ernst nimmst, dann bleib bei dem, was du wirklich gesehen oder gehört hast.
Wirkung: Was hat das bei dir ausgelöst?
Jetzt kommt der Teil, der oft vergessen wird – aber entscheidend ist, wenn du wissen willst, wie du gutes Feedback gibst:
Beschreibe die Wirkung auf dich.
Beispiel:
- „Das hat auf mich nervös gewirkt.“
Wichtig:
- Sprich in Ich-Botschaften
- Bleib bei deiner Wahrnehmung
Gerade im Feedbackgespräch mit Mitarbeitern sorgt dieser Schritt dafür, dass dein Feedback nachvollziehbar wird – ohne anzugreifen.
Warum Feedback geben oft schiefgeht
Viele denken, sie geben Feedback – tun es aber eigentlich nicht.
Typische Beispiele:
- „Das war gut.“
- „Das war nicht so mein Ding.“
- „Das musst du besser machen.“
Das Problem:
Es fehlt die Struktur.
Ohne Situation, Verhalten und Wirkung weiß die andere Person nicht:
- Was genau gemeint ist
- Was sie konkret ändern soll
Deshalb scheitern so viele Versuche, Feedback richtig zu geben – obwohl die Absicht eigentlich gut ist.
Feedback geben Methode erweitern: Wunsch oder Konsequenz
Wenn du Feedback geben als Führungskraft nutzt, kannst du die SVW-Methode noch erweitern.
Nach Situation – Verhalten – Wirkung folgt optional:
1. Ein Wunsch zur Veränderung
- „Ich würde mir wünschen, dass du dir mehr Zeit beim Sprechen nimmst.“
2. Oder eine klare Konsequenz (bei ernsthaften Themen)
- „Wenn sich das nicht ändert, wird das Konsequenzen haben.“
Gerade im Kritikgespräch führen ist es wichtig, hier klar zu sein.
Nicht aggressiv.
Aber eindeutig.
Mitarbeitergespräch Feedback vorbereiten: So gehst du vor
Ein ganz praktischer Tipp, wenn du wirklich lernen willst, wie du Feedback richtig geben kannst:
Bereite dich vor.
Vor allem bei schwierigen Gesprächen.
Schreib dir auf:
- Welche Situation meinst du?
- Welches Verhalten hast du beobachtet?
- Welche Wirkung hatte das auf dich?
Das macht dein Feedback geben nicht nur klarer – sondern auch deutlich souveräner.
Fazit: Feedback richtig geben ist einfacher, als du denkst
Wenn du dir bisher unsicher warst, wie du gutes Feedback geben kannst, dann merk dir genau das:
Feedback funktioniert immer nach der gleichen Struktur:
- Situation
- Verhalten
- Wirkung
Optional:
- Wunsch oder Konsequenz
Das klingt simpel – und genau das ist es auch.
Die Herausforderung liegt nicht im Verstehen.
Sondern im Anwenden.
Aber wenn du diese Feedback geben Methode einmal verinnerlicht hast, wirst du merken:
👉 Deine Gespräche werden klarer
👉 Deine Kommunikation wird ruhiger
👉 Und dein Gegenüber weiß endlich, woran es ist
Und genau das ist der Kern von gutem Feedback.
Wenn du nicht nur Feedback geben, sondern auch gezielt Rückmeldungen für dich selbst nutzen willst, lies auch den Beitrag Feedback einholen: Die einfachste Abkürzung zu besserer Zusammenarbeit
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