Wenn es um Sichtbarkeit im Job geht, glauben viele Menschen, sie hätten das Thema im Griff. Sie arbeiten gut, liefern Ergebnisse, sind zuverlässig – und gehen davon aus, dass das schon gesehen wird.
Doch hier liegt ein Denkfehler.
Selbstmarketing entsteht nicht automatisch durch gute Arbeit. Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was Sichtbarkeit wirklich bedeutet – besonders dann, wenn du beruflich weiterkommen möchtest.
Sichtbarkeit im Job: Was die meisten darunter verstehen
Wenn ich in Workshops frage: „Was heißt eigentlich Sichtbarkeit im Job?“, kommen meistens Antworten wie:
- „Möglichst viele sollten mich kennen.“
- „Ich möchte positiv wahrgenommen werden.“
- „Ich will in Erinnerung bleiben.“
Das ist nicht falsch – aber es ist unvollständig.
Echte Sichtbarkeit besteht aus vier Bausteinen. Drei davon sind vielen bewusst. Der vierte wird erstaunlich oft übersehen.
Baustein 1: Dein Name
Der erste Schritt zu mehr Sichtbarkeit im Job ist banal – und trotzdem entscheidend:
Menschen kennen deinen Namen.
Sprich ihn klar aus. Stelle dich selbstbewusst vor. Sorge dafür, dass du nicht „irgendwie mit dabei“ bist, sondern identifizierbar bleibst.
Ohne Wiedererkennung keine Sichtbarkeit.
Baustein 2: Deine Expertise
Der zweite Baustein betrifft deine fachliche Kompetenz.
Wenn jemand in deinem Umfeld ein bestimmtes Thema hat – wissen die Menschen, dass du dafür die richtige Ansprechpartnerin oder der richtige Ansprechpartner bist?
Sichtbarkeit im Job bedeutet, dass deine Expertise bekannt ist.
Dass dein Wissen nicht im Stillen bleibt.
Dass andere dich mit einem bestimmten Kompetenzfeld verbinden.
Hier kommt Selbstmarketing ins Spiel: Nicht im Sinne von Prahlerei, sondern im Sinne von Klarheit.
Baustein 3: Deine Rolle
Gerade in größeren Organisationen ist oft nicht klar, wer wofür zuständig ist.
Deshalb gehört zu Selbstmarketing auch, dass dein Umfeld weiß:
- Welche Verantwortung trägst du?
- Wofür bist du zuständig?
- In welchen Themen solltest du eingebunden werden?
Wenn deine Rolle unklar ist, leidet deine Sichtbarkeit – selbst dann, wenn deine Leistung hervorragend ist.
Der meistvergessene Teil der Sichtbarkeit: Deine Ambitionen
Und jetzt kommt der entscheidende vierte Punkt:
Selbstmarketing heißt auch, dass dein Umfeld deine Ambitionen kennt.
Nicht nur, was du heute tust.
Sondern, was du morgen tun möchtest.
Wenn du perspektivisch eine Führungsrolle anstrebst – wer weiß das?
Wenn du eine größere Projektverantwortung übernehmen möchtest – ist das bekannt?
Wenn du dich weiterentwickeln willst – wurde das klar ausgesprochen?
Im Coaching erlebe ich es immer wieder: Menschen haben klare Ziele.
Aber niemand im Umfeld weiß davon.
Und dann wundern sie sich, warum sie bei neuen Positionen nicht mitgedacht werden.
Sichtbarkeit im Job entsteht durch Klarheit – nicht durch Zufall
Viele denken:
„Über Ambitionen spricht man nicht.“
„Das wirkt überheblich.“
„Das kommt falsch rüber.“
Doch das Gegenteil ist der Fall.
Sichtbarkeit bedeutet professionelle Transparenz.
Wenn andere nicht wissen, wohin du willst, können sie dich dort auch nicht einordnen.
Karriereentscheidungen fallen häufig in informellen Gesprächen. In Momenten, in denen jemand fragt: „Wen könnten wir dafür nehmen?“
Wenn deine Ambitionen nie ausgesprochen wurden, wirst du in solchen Situationen schlicht nicht berücksichtigt.
Das hat nichts mit unfairer Behandlung zu tun – sondern mit fehlender Sichtbarkeit.
Deine Sichtbarkeit im Job wirkt auch über deine Organisation hinaus
Denke bei Sichtbarkeit nicht nur an deinen direkten Vorgesetzten.
Auch dein erweitertes Netzwerk sollte wissen:
- Welche Richtung dich interessiert
- Welche Rolle du perspektivisch anstrebst
- Welche Entwicklungsschritte du planst
Manchmal entsteht der nächste Karriereschritt außerhalb deiner aktuellen Organisation.
Und dann zahlt sich konsequentes Selbstmarketing aus.
Fazit: Deine Sichtbarkeit im Job ist mehr als gute Arbeit
Wenn du deine Sichtbarkeit bewusst gestalten willst, dann prüfe regelmäßig:
- Ist mein Name präsent?
- Ist meine Expertise bekannt?
- Ist meine Rolle klar?
- Sind meine Ambitionen sichtbar?
Gerade der vierte Punkt entscheidet darüber, ob du aktiv Karriere gestaltest – oder nur hoffst, entdeckt zu werden.
Sichtbarkeit im Job heißt nicht nur: „Ich bin hier.“
Sondern auch: „Ich weiß, wohin ich will.“
Wenn du deine Sichtbarkeit im Job ganz konkret überprüfen möchtest, dann nutze meine Sichtbarkeitscheckliste – sie hilft dir Schritt für Schritt zu prüfen, wo du bereits gut sichtbar bist und wo du noch nachjustieren kannst.
Wie SICHTBAR bist du?
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