Alles auf einen Blick
Nervige Kollegen lassen sich im Berufsalltag nicht immer vermeiden. Langfristig hilft deshalb nicht der Rückzug, sondern ein bewusster Umgang mit schwierigen Menschen. Dieser Artikel zeigt, warum Geduld, Selbstreflexion und persönliche Entwicklung dabei eine entscheidende Rolle spielen und wie aus einer Belastung sogar eine wertvolle Lernerfahrung werden kann.
Es ist ganz natürlich, dass wir nervige Kollegen so gut es geht vermeiden wollen. Sie sind anstrengend und unangenehm. Wer hat schon Lust auf Besserwisser, Selbstdarsteller, Quälgeister oder Problemsucher?
Wenn es nervige Kollegen in deinem Umfeld gibt, mit denen du immer wieder Probleme hast, dann versuchst du vermutlich, den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken. Aber ist das eine dauerhafte Lösung?
Warum ist es keine gute Lösung, nervige Kollegen zu vermeiden?
Nervige Kollegen dauerhaft zu vermeiden funktioniert meist nur kurzfristig. Im Berufsalltag lassen sich enge Zusammenarbeit und schwierige Situationen oft nicht umgehen. Langfristig hilft deshalb ein bewusster und gelassener Umgang mehr als Rückzug.
Ich habe das viele Jahre lang einigermaßen gut hinbekommen. Und dann musste ich umdenken – denn ein für mich sehr schwieriger Kollege wurde in einem großen Projekt mein direkter Projektpartner.
Wir mussten eng zusammenarbeiten, quasi täglich über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Das war das Ende der Vermeidungsstrategie von nervigen Kollegen – es begann eine sehr anstrengende Zeit für mich. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Zusammenarbeit nachhaltig verändert. Heute weiß ich: Schwierige Kollegen kosten zwar Energie, können aber gleichzeitig die besten Lehrmeister für Gelassenheit, Kommunikation und Selbstreflexion sein.
Warum bringen dich schwierige Menschen aus deiner Komfortzone?
Schwierige Menschen fordern Geduld, Selbstbeherrschung und Selbstreflexion heraus. Gerade deshalb können sie dazu beitragen, neue Verhaltensweisen zu entwickeln und persönlich zu wachsen.
Es ist ein Spruch für das Phrasenschwein, aber er stimmt: Der Umgang mit nervigen Kollegen findet außerhalb unserer Komfortzone statt. Es ist anstrengend, sich Situationen auszusetzen, die uns echt etwas abverlangen.
Geduld war noch nie meine besonders starke Seite. Mich in Geduld und besonderer Rücksichtnahme zu üben, das war für mich eine echte Herausforderung. Ich war oft abends total geschafft.
Immer wieder zu reflektieren und mir mein „Mantra“ vorzubeten, das hat mich sehr viel Kraft gekostet. Es hat mich allerdings auch ein sehr großes Stück weitergebracht in meinem Leben.
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Kann jeder lernen, mit nervigen Kollegen gelassen umzugehen?
Ja. Gelassenheit entsteht nicht von heute auf morgen, sondern durch Übung und bewusste Reflexion. Mit der Zeit fällt es leichter, auch schwierigen Menschen ruhig und authentisch zu begegnen.
Heute bringen mich die allerwenigsten Menschen aus der Ruhe. Es gibt sie natürlich immer noch, die schwierigen Zeitgenossen, die anstrengenden Menschen, die nervigen Kollegen. Aber ich kann ihnen – mit der Leichtigkeit der guten Erfahrung im Rücken – heute meist ein authentisches Lächeln und viel Geduld entgegenbringen.
Das ist ein wunderbares Gefühl. Es lohnt sich, für dieses Gefühl der inneren Gelassenheit zu arbeiten.
Gelassen mit schwierigen Kollegen umzugehen lässt sich lernen. Wer bereit ist, das eigene Verhalten zu reflektieren und Geduld bewusst zu trainieren, erlebt Konflikte langfristig weniger belastend und gewinnt mehr innere Ruhe.
Wer ist also in deinem Umfeld dein ganz persönlicher Gelassenheitstrainer? Welcher nervige Kollege bietet sich an, um diese Strategien zu üben?
Bestimmt gibt es einen … oder sogar zwei?
Insbesondere interessiert mich: Was ist dein persönliches „Ich-komme-mit-diesem-Menschen-gut-klar-Mantra?“
Gutes Gelingen wünsche ich dir – und zwischendurch einfach tief ein- und ausatmen, das hilft immer! 😉
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