Alles auf einen Blick
Die Maßstäbe, die du an dich selbst anlegst, beeinflussen dein Denken, deine Entscheidungen und deinen Umgang mit Belastungen. Gerade in schwierigen Zeiten können überhöhte Erwartungen zusätzlichen Druck erzeugen. Der Artikel zeigt, warum realistische Maßstäbe helfen, handlungsfähig zu bleiben und den Fokus auf das zu richten, was tatsächlich möglich ist.
In meinen Leadership Coachings geht es naturgemäß sehr oft um die Beurteilung von Mitarbeitern.
Wer ist Leistungsträger, wer nicht, woran erkenne ich das, und was kann ich tun, um individuell zu fördern und zu fordern?
Dabei wird ein ganz elementar wichtiger Maßstab oft völlig übersehen – und um genau den geht es heute in meinem Video:
Welche Maßstäbe setzt du an dich selbst?
Die Maßstäbe, die du an dich selbst anlegst, entscheiden oft darüber, ob du motiviert bleibst oder dich ständig unter Druck setzt. Wer die eigenen Erwartungen regelmäßig überprüft und an die aktuelle Situation anpasst, schafft die Grundlage für gute Entscheidungen und mehr Gelassenheit.
Wir sind für uns selbst die wichtigste Führungskraft – denn wir führen ja unser Leben.
Insofern setzen wir bewusst oder unbewusst natürlich auch Maßstäbe an unsere eigene Leistung. Und die sind oft hoch, manchmal sehr hoch, in einigen Fällen katastrophal überhöht.
Das Ergebnis sind Selbst-Enttäuschungen, die uns sehr belasten können.
In der jetzigen Zeit müssen zum Beispiel die Solo-Selbständigen unter uns komplexe Entscheidungen treffen und eigene Strategien entwerfen und durchziehen. Hier kann ein überzogen hoher Maßstab sehr negativ wirken.
Was muss ich jetzt unbedingt schaffen? Was verlange ich mir ab? Darf ich entspannt bleiben, wenn um mich herum aufgrund der Corona-Situation so viel Verunsicherung herrscht? Verfalle ich in totale Betriebsamkeit, ohne ein echtes Ziel? Drehe ich mich im Kreis?
Oder gelingt es mir, realistisch zu planen, was ich jetzt gut schaffen kann und was nicht?
Für mich selbst kann ich sagen: Die Betreuung meiner beiden Kinder bedingt, dass ich trotz aller abgesagten Aufträge weniger Zeit für mein Business habe als sonst. Das habe ich jetzt – nach zwei Wochen Corona-Homeschooling – wirklich verstanden. Also müssen die Business-Maßstäbe runter, denn „mich mal eben neu erfinden in der freien Zeit“ haut überhaupt nicht hin.
Und ich finde es okay. Ich mache mich nicht verrückt, bin nicht sauer auf mich, sondern gehe nach meinem Weltumseglungs-Prinzip Nummer eins vor: IMMER annehmen, was da ist, und aus der Situation heraus das Beste machen.
Welche Maßstäbe setzt du an deine eigene Arbeit an? Sind die angemessen oder vielleicht auch mal ein bisschen zu hoch?
Passend zum Thema empfehle ich dir auch diese Artikel
Wenn du dich intensiver mit Selbstführung und dem Umgang mit eigenen Erwartungen beschäftigen möchtest, findest du hier weitere Impulse:
Perfektionismus überwinden: Warum du einfach loslegen solltest!
Wenn deine eigenen Ansprüche dich häufiger ausbremsen als voranbringen, findest du hier praktische Gedanken zum Umgang mit Perfektionismus.
Selbstführung: Die 4-Felder-Matrix für deine persönliche Weiterentwicklung
Dieser Artikel zeigt dir, wie du dich selbst bewusster führst und deine Entwicklung aktiv gestaltest.
Selbstfürsorge: Warum du dich zuerst um dich selbst kümmern solltest
Gerade in belastenden Zeiten ist Selbstfürsorge keine Schwäche, sondern eine wichtige Voraussetzung für gute Entscheidungen.