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Führungskompetenz im Wandel – 6 Fähigkeiten, die Du heute als Führungskraft unbedingt brauchst

2020 stellt einfach alles auf die Probe. Dass die Führungskompetenzen aus den 80ern und 90ern nicht mehr aktuell sind, ist fast jedem Chef klar. Aber gilt denn noch das, was 2017 galt? Oder hat die Pandemie-Welle, die den Globus seit Beginn dieses Jahres erfasst hat, auch die Normen der letzten paar Jahre über den Haufen geworfen?

Insbesondere für junge Führungskräfte ist die COVID-19-Pandemie eine echte Herausforderung. Wer in seinem Chefsessel noch nicht so lange angekommen ist, den können die akuten Veränderungen, die wir seit März erleben, wirklich schnell aus der Bahn werfen.

Aber auch erfahrene Führungskräfte tun sich schwer. Gerade erst haben sie die eher hierarchischen Strukturen des letzten Jahrhunderts abgelegt. Sie haben sich an Matrix-Organisationen und Communities gewöhnt, und dann kommt diese Pandemie um die Ecke.

In all der Verunsicherung werden sie aufgefordert, Halt zu geben. Sie sollen Klarheit schaffen, Leitplanken definieren, voran marschieren mit klaren Visionen, wie es weitergehen kann und soll. Aber ist das nicht genau das, was sie sich gerade mühsam abgewöhnt haben?

2020 ist eine Herausforderung für alle Führungskräfte – aber es gibt jetzt auch ganz besondere Chancen.

Das besondere und wirklich positive an dem Jahr 2020 liegt in den Möglichkeiten, die es bietet. Und diese werden – Ausnahmen bestätigen die Regel – eher von den jüngeren als von den älteren Chefs und Chefinnen ergriffen. In der aktuellen Deloitte Global Millennial Survey 2020 nennt man die jungen Führungskräfte eine „widerstandsfähige Generation: Angesichts beispielloser gesundheitlicher und wirtschaftlicher Störungen durch die Pandemie bleiben Millennials ihren Werten und Überzeugungen verpflichtet“.

Die Deloitte-Umfrage zeigt, dass die Pandemie den Wunsch junger Führungskräfte nochmal verstärkt hat, positive Veränderungen voranzutreiben und ihre Unternehmen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Gerade junge Führungskräfte haben die jetzt die Gelegenheit, uns durch diese herausfordernden Zeiten in eine bessere Zukunft zu führen. In meinen Leadership Coachings konzentriere ich mich häufig auf sechs Fähigkeiten, von denen ich glaube, dass sie Dich zu einer starken, zukunftssicheren Führungskraft machen:

Führungskompetenz 1: Leadership leben mit einem klaren „Sinn & Zweck“ im Hinterkopf

Alles beginnt mit dem Sinn und Zweck – gerne auch in Deutschland mittlerweile bezeichnet mit „Purpose“. Eine Studie von PWC ergab, dass 79% aller Führungskräfte der Ansicht sind, dass der Zweck eines Unternehmens für den Geschäftserfolg von zentraler Bedeutung ist.

WARUM gibt es das Unternehmen überhaupt? WAS ist der genaue Beitrag, den das Unternehmen leistet? Das sollte jedem Mitarbeiter SEHR klar sein. 68% der Befragten der PWC Studie meinten jedoch, dass dieser Zweck nicht wirklich als Leitfaden für die Entscheidungen in ihrer Organisation verwendet wird. Wie schade!

Gerade junge Menschen möchten einen klaren Sinn und Zweck bei ihrem Arbeitgeber erkennen. Wenn sie sich stark mit den Unternehmenszielen identifizieren, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sie lange dort bleiben und sich wirklich engagieren.

Welchen Sinn und Zweck kannst Du aus Deiner Arbeit ableiten? Identifizierst Du Dich damit?

Führungskompetenz 2: Einfluss nehmen, ohne disziplinarische Macht auszuüben

Du musst nicht der Chef, der Investor oder die älteste Person im Raum sein, um Macht zu haben und wichtige Entscheidungen zu beeinflussen.

Natürlich hilft der entsprechende Titel auf der Visitenkarte, um die Richtung vorzugeben. Es ist aber keinesfalls der einzige Weg, um sich zu profilieren und strategisch Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung einer Organisation.

Es gibt viele Quellen, aus denen sich Macht und Einfluss ergeben können, zum Beispiel:

  • Deine Expertise in speziellen Fragen.
  • Deine (gerne auch mal provokanten) Fragen, die festgefahrene Sichtweisen aufbrechen.
  • Deine Beziehungen innerhalb der Organisation, oder
  • Deine Beziehungen draußen im Markt zu kleinen, innovativen Playern.
  • Dein gutes, organisatorisches Verständnis.
  • Deine offene und frische Art, Dich mit jedem in der Organisation ohne Vorbehalte in Verbindung zu setzen.
  • Deine guten Argumente, die Du bei den richtigen Leuten zur richtigen Zeit platzierst.

Wie kannst Du ohne einen machtvollen Jobtitel dennoch Einfluss nehmen?

Führungskompetenz 3: Kraftvolle Visionen entwickeln

Wer diese Führungskompetenz für sich entwickelt hat, kann mit bahnbrechenden Ideen das eigene Team oder das eigene Unternehmen weiterentwickeln. Und diese Ideen müssen nicht von der Führungskraft selbst kommen.

Meistens entstehen die wirklich guten Ideen immer da, wo sehr viele Ideen vorhanden sind. Es braucht Kreativität, vielseitige Interessen, die Fähigkeit zur Verknüpfung verschiedenster Aspekte und eine offene, wache Haltung. Es braucht die richtige Mischung von unterschiedlichen Persönlichkeiten. Es braucht erprobte und stringent angeleitete Kreativitätstechniken und Ideen-Findungs-Prozesse. Und dabei immer ein wertschätzendes Miteinander.

Diese Dinge musst Du beherrschen. Aber Du musst selbst kein Visionär sein, um alleine eine kraftvolle Vision zu entwickeln. Wenn Du in diesem Themenbereich Deine Führungskompetenzen weiter entwickeln möchtest, dann kannst Du die folgenden Dinge tun:

  • Mute Dir selbst immer wieder neue Erfahrungen zu.
  • Trainiere Dich regelmäßig im „wach sein“ und achte auf Kleinigkeiten.
  • Mache immer wieder Dinge, bei denen Du „Anfänger“ bist.
  • Suche an unerwarteten Orten nach Inspiration.
  • Verändere Deine Alltagsroutinen immer wieder bewusst ein kleines bisschen.
  • Gehe bewusst kleinere Risiken ein, und reflektiere dann, was Du aus den Erfahrungen lernen kannst.

Wie entstehen wirklich innovative Ideen? Wie kannst Du gute Ideen auf ihrem Weg in die Umsetzung unterstützen?

Führungskompetenz 4: Konflikte sofort aufgreifen und konstruktiv lösen

Ein Konflikt muss per se keine schlechte Sache sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch unsere individuelle Unterschiedlichkeit aneinander wachsen können. Wie langweilig wäre die Welt, wenn wir alle immer einer Meinung wären. Nicht auszuhalten!

Der Autor und Kommunikationstrainer Dale Carnegie sagte mal so treffend: „Denken Sie beim Umgang mit Menschen daran, dass es sich nicht um logische, sondern um emotionale Geschöpfe handelt.“

Deine Aufgabe als Chef ist es, Konflikte zu erkennen, anzusprechen, in angemessener Weise zu bewältigen und dabei das Prinzip der Augenhöhe nie zu verletzen. Du bist als Führungskraft quasi der Motor einer gesunden Konfliktkultur.

Wie, fragst Du Dich? Indem Du offen und klar mit Konflikten umgehst, sie niemals lange schwelen lässt und jedem Menschen seine eigene Sicht auf die Situation zugestehst. Recht haben wollen ist Zündstoff für Konflikte, Schuldige suchen auch. Unterschiedlichkeiten anerkennen und moderieren – das ist Deine Aufgabe, wenn es um Konflikte geht. Die richtige Haltung und die richtigen Fragen sind hier entscheidend.

Wie gehst Du generell mit Konflikten um? Wie offen kommunizierst Du sie, wie schnell packst Du sie an, wie gut kannst Du sie moderieren / begleiten / lösen?

Führungskompetenz 5: Komplexe Probleme kreativ lösen

Als Führungskraft wirst Du immer wieder mit Problemen konfrontiert. Mal kleiner, mal größer, mal scheinbar unlösbar und mega-komplex. Von der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen über die Lösung betrieblicher Probleme bis hin zur Entwicklung neuer Strategien. Jedes Problem ist auf seine Weise einzigartig, und tatsächlich treten Probleme in sehr unterschiedlichen Typen auf, und jeder Typ erfordert eine andere Problemlösungstechnik.

Führungskräfte mit situativen Fähigkeiten zur Problemlösung haben nicht EIN Werkzeug zur Problemlösung, sondern sie haben ein ganzes Taschenmesser voller Werkzeuge. Und sie wissen ziemlich genau, was wann funktioniert – und was nicht.

Passt Du Deinen Lösungsansatz an die Art des Problems an, mit dem Du gerade konfrontiert bist? Wie viele Werkzeuge hat Dein Problemlöse-Taschenmesser?

Führungskompetenz 6: Eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster konstruktiv hinterfragen

Wir lösen Probleme nicht mit der gleichen Denkweise, mit der sie entstanden sind. In viel zu vielen Organisationen wird aber heute immer noch genau nach diesem Prinzip gearbeitet.

Innovation entsteht, wenn Du die gängigen Denk- und Verhaltensmuster in Frage stellst. Wenn es Dir gelingt, eine neue Perspektive zu einer bekannten Situation zu entdecken, und vielleicht sogar noch andere Menschen für genau diese neue Perspektive zu begeistern.

Studien zeigen, dass eine Änderung oder Erweiterung Deiner Sichtweisen entscheidend ist für Dein persönliches Wachstum. Das nennt man neuronale Plastizität. Jedes Mal, wenn Du etwas Neues lernst, etwas Neues erkennst, einen neuen Blickwinkel einnimmst, werden die Nervenbahnen Deines Gehirns neu verschaltet, um diese neuen Information aufnehmen und verarbeiten zu können.

In vielen Organisationen wird oft gesagt: „So machen wir das hier.“ Und selbst wenn der Satz nicht so klar ausgesprochen wird, liegt er versteckt hinter ganz vielen Prozessen. Das zu erkennen, die (oft unausgesprochenen) Annahmen aufzudecken und sich mit Widersprüchen, Paradoxien und Zweideutigkeiten vertraut zu machen, das ist eine weitere, unverzichtbare Führungskompetenz für die unkalkulierbare VUCA Welt, in der wir leben.

Kennst Du Deine eigenen Denk- und Verhaltensmuster? Wie oft hinterfragst Du sie? Wie gerne änderst oder erweiterst Du Deine Meinung?

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