Alles auf einen Blick
Arroganz entsteht häufig nicht aus Überheblichkeit, sondern aus unbewusstem Verhalten. Besonders Menschen mit einer schnellen Auffassungsgabe wirken manchmal ungeduldig und werden deshalb als arrogant wahrgenommen. Dieser Artikel zeigt, warum das passiert und wie dir Selbstreflexion sowie ein bewusster Umgang mit unterschiedlichen Denkgeschwindigkeiten helfen können, diesen Eindruck zu vermeiden.
Niemand hört gerne über sich selbst, dass er arrogant sei. Das Thema hatte ich kürzlich im Coaching, denn einer Klientin von mir wurde genau das vorgeworfen. Was kann man dann tun?
Der Eindruck der Arroganz entsteht durch verschiedene Verhaltensweisen – und die sollte man kennen, wenn man nicht in die Arroganz-Falle tappen will.
Was ich genau damit meine, das erläutere ich heute in meinem Video:
Eine sehr intelligente Person mit extrem schneller Auffassungsgabe kann – ohne es selber zu merken – in eine ganz blöde Falle geraten. Prinzipiell gute Eigenschaften können sich auch negativ auswirken – und den Eindruck der Arroganz erzeugen.
Intelligenz ist nichts Negatives – aber sie verleitet gelegentlich dazu, ungeduldig zu werden. Und das wirkt arrogant.
Wer schnell denkt, schnell versteht und schnell auch komplexe Zusammenhänge erfassen kann, der hat im Prinzip erst mal einen riesengroßen Vorteil.
Aber nur dann, wenn er oder sie permanent im Hinterkopf hat, dass andere Menschen nicht auch so schnell sind.
Du bist schlau? Wie schön für dich! Pass auf, dass du dadurch nicht Arroganz ausstrahlst.
Sehr intelligente Menschen müssen sich immer wieder daran erinnern: “Nicht alle Menschen sind so pfiffig wie ich. Nicht alle haben das Wissen, das strukturierte Denken, das Begreifen der Zusammenhänge in dem Umfang und der Geschwindigkeit, wie es mir gelingt.”
Wer das nicht verinnerlicht, der wundert sich über seine “langsamen” Mitmenschen. Und dieses Wundern, das auch in Form von Ungeduld auftreten kann – das interpretieren die anderen dann als Arroganz.
Warum wirken intelligente Menschen manchmal arrogant?
Sich selbst zu reflektieren ist immer eine gute Idee. Und es ist überhaupt nicht eingebildet, wenn man sich ehrlich eingesteht, deutlich schlauer oder schneller im Denken zu sein als viele Menschen aus dem eigenen Umfeld. Das hat per se nichts mit Arroganz zu tun.
Wenn das so ist, dann ist das so. Freu dich darüber, dass du mit hervorragenden Fähigkeiten durchs Leben gehst. Und denk außerdem daran, dass du gut aufpassen solltest, dein Umfeld nicht zu überfordern.
Wenn Geduld und Ruhe ins Spiel kommen, hat Arroganz keine Chance.
Sei geduldig und aufmerksam. Überfordere andere Menschen nicht. Gehe wertschätzend mit deinem Gegenüber um, auch wenn dieser die 5. Frage stellt, die du überflüssig findest oder als längst beantwortet.
Mit großer Offenheit und Aufmerksamkeit anderen Menschen begegnen, das ist das Beste, was du tun kannst. Und so kannst du die Arroganz-Falle auf jeden Fall vermeiden.
Probier es aus. Wie immer freue ich mich, von dir zu hören, am besten per E-Mail an office@stefanie-voss.de.